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25 Jahre Braunschweiger Tafel e.V.

1996 – 2021: das sind 25 außergewöhnliche Jahre; voll von immer neuen und herausfordernden Ereignissen, voll von ehrenamtlichen Engagement, voll von gemeinnütziger Arbeit zum Wohle der Einwohnerinnen und Einwohner der Löwenstadt.
 
Die Idee zu einer „Tafel” in Braunschweig stammt aus den ersten Tagen des Jahres 1996. Bernd Assert, nahm Kontakt zur Hamburger Tafel e.V. auf und erfuhr, dass sich dort zwei weitere Braunschweiger Bürger, Wolfgang Borkowski und Brigitta Fälker über die Tafel-Idee erkundigt hatten.
Bernd Assert informierte Alfred Huge, damals Leiter Kreisbeauftragter der Diakonie Braunschweig über diese Idee eine Tafel in Braunschweig zu gründen.
 
Im Juni 1996 wurde die gemeinnützige „Braunschweiger Tafel e.V.“ offiziell gegründet und gehört damit innerhalb der Tafelbewegung zu den ersten 25 Tafeln in Deutschland. Inzwischen gibt es sie in über 950 Städten.
„Ich bin heute sehr glücklich – vor allem aber dankbar und auch ein wenig stolz, dass wir heute gemeinsam auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken können!”
(Bernd Assert, amtierender Vorsitzender)
Dabei gestaltete sich die Standortsuche von Anfang an schwierig. Nach mehreren Umzügen fand November 2004 fand ein erstes Gespräch mit der Verwaltung statt, mit dem Ziel der Nutzung und Herrichtung des Erdgeschosses im städtischen Gebäude Goslarsche Straße 93. Dieses historische Gebäude beherbergte im 19. Jahrhundert das größte Armenhaus der Stadt Braunschweig.
„Was lag also näher, als an diesem geschichtsträchtigen Ort den bürgerlichen Gemeinsinn von damals in die heutige Zeit zu überführen?” fragt Bernd Assert. „Doch 2005 hatten wir noch einige ernsthafte Probleme zu lösen, zuallererst die Finanzierung. Diese Zeit war schon aufregend!”
Die Eheleute Jutta und Jochen Staake waren es, die mit einer Zuwendung in Höhe von 100.000 Euro die Weichen endgültig stellten. Der Rat der Stadt Braunschweig stellte im Nachgang außerplanmäßige Mittel zur Verfügung, welche zur Sanierung und Herrichtung des Gebäudes für den regulären Tafelbetrieb nötig waren.
 
Heute arbeiten über 140 ehrenamtlich tätige Frauen und Männer in der Goslarschen Straße 93. Wöchentlich oder vierzehntägig erhalten insgesamt etwa 3.500 Personen in 1.500 Haushalten zusätzliche Hilfe in Form von gespendeten Lebensmitteln. Und die Tendenz ist weiter steigend.
 
Cirka 50 soziale Einrichtungen und Initiativen beliefert die Tafel darüber hinaus mit Esswaren. Deren Besucher nehmen dort in Gemeinschaft eine Mahlzeit zu sich. Alle diese Lebensmittel erhält die „Braunschweiger Tafel e.V.“ von etwa 60 Produzenten, Händlern, Bäckereien, Supermärkten und Handelsketten aus der Region Braunschweig.
 
In den zurückliegenden 25 Jahren war Corona sicher die größte Herausforderung. Ideen, Mut und praktisches Handeln war gefordert.
 „Dass bürgerliches Engagement und gesellschaftlicher Zusammenhalt auch in Pandemie-Zeiten funktioniert – darauf können wir uns hier in Braunschweig verlassen,“ so Bernd Assert. „Wir werden zuverlässig unseren Beitrag leisten. Die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, verlassen sich auf uns und können das auch weiterhin tun.“
Die Gründer der Tafel. Von links nach rechts: Wolfgang Borkowski, Alfred Huge, Brigitta Fälker, Bernd Assert

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